Veranstaltungen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

2. KONGRESS
Mit Pflanzenzüchtung zum Erfolg

3. - 4. April 2017, Berlin

2. KONGRESS
Mit Pflanzenzüchtung zum Erfolg

3. - 4. April 2017, Berlin

Grusswort

Sehr geehrte Damen und Herren,

Deutschland hat als eines der ersten Länder in der EU eine Forschungsstrategie Bioökonomie verabschiedet. Im Rahmen dieser Strategie werden fünf Handlungsfelder formuliert. Neben der Ernährungssicherung und der Lebensmittelproduktion sind es die nachhaltige Agrarproduktion, die industrielle Nutzung nachwachsender Rohstoffe und der Ausbau von Biomasse als Energieträger.

Durch die Pflanzenzüchtung kann ein entscheidender Beitrag zur Deckung des Rohstoffbedarfs einer biobasierten Wirtschaft geleistet werden. Der züchterische Fortschritt lässt die Flächenerträge steigen und  verhindert damit eine weitere Flächeninanspruchnahme. Nicht zuletzt deshalb wurde der Züchtung vom Bioökonomierat höchste Priorität zugewiesen: „Die Züchtung von Pflanzen und Tieren mit höheren Erträgen bzw. Leistungen und spezifischen Eigenschaften, einschließlich der Inhaltsstoffe …, sind zentraler Teil einer bioökonomischen Forschungsstrategie, die dazu beiträgt, Wertschöpfungsketten zu optimieren.“

Der Weg zu einer biobasierten Wirtschaft wurde und wird seit 2010 in zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsprojekten der Bundesregierung gefördert. Dazu leistet auch das neue, seit Mai 2015 gültige Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ einen entscheidenden Beitrag. Mit diesem Programm und den dazu veröffentlichten Schwerpunkten richtete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Förderung von Forschung und Entwicklung bei nachwachsenden Rohstoffen neu aus. Die künftige Förderung unterstützt die Ziele der „Nationalen Politikstrategie Bioökonomie“ der Bundesregierung hin zu einer biobasierten Wirtschaft und setzt neue Akzente unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen bei nachwachsenden Rohstoffen.

Mit dem Förderschwerpunkten „Züchtung zur Verbesserung der Ertrags-und Qualitätseigenschaften von Rohstoffpflanzen aus landwirtschaftlicher Produktion“ sowie „Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft zur Sicherung der Waldfunktionen“ wird die Rolle der Pflanzenzüchtung in der Land- und Forstwirtschaft untermauert. Ohne Pflanzenzüchtung sind eine Deckung des steigenden Nahrungsbedarfs der Weltbevölkerung sowie die gleichzeitige Produktion von Biomasse für die energetische und stoffliche Nutzung nicht möglich.

Aktuell werden im Rahmen des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe im Auftrag des BMEL durch die FNR knapp 90 Projekte im Bereich Pflanzenzüchtung mit fast 26 Millionen Euro gefördert.

Die FNR möchte mit dem 2. Pflanzenzüchtungskongress den Erfolg der Forschungsförderung des BMEL über die FNR für den Bereich Pflanzenzüchtung nachwachsender Rohstoffe darstellen und gleichzeitig an den erfolgreichen 1. Züchtungskongress im Jahr 2014 anknüpfen. Es sollen ausgewählte Projekte, die die ganze Palette der Züchtung widerspiegeln, präsentiert werden. Dies geschieht in Themenfeldern wie Ertrag, Ressourceneffizienz, Resistenz, Forstpflanzen und Biodiversität. In zwei allgemeinen Vorträgen werden aktuelle Themen der Pflanzenzüchtung näher beleuchtet und anschließend diskutiert.

Ich freue mich auf Ihre Teilnahme und anregende Diskussionen!

Ihr

Dr.-Ing. Andreas Schütte

Geschäftsführer