„Digitalisierung Forst und Holz“

Online-Seminarreihe 2023/24

Programm

Schädlingsmonitoring, Detektion von Sturmschäden und deren Bewältigung

Termin

13. Juni 2024 | 14:00 - 16:30 Uhr | Online (Webex)

Inhalte

In dem Seminar werden Einsatzmöglichkeiten moderner Technologien zur Entdeckung von Sturmflächen und dem Schädlingsmonitoring vorgestellt. Zudem wird eine Software vorgestellt, mit der im Kalamitätsfall die Aufarbeitung des Schadholzes organisiert und nachvollzogen werden kann. Im Fokus stehen Fernerkundungsmethoden und digitale Anwendungen aus der Praxis und Forschung, um Folgekalamitäten möglichst zu vermeiden. Es präsentieren Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Praktiker, die aktuell an solchen Anwendungen forschen und damit arbeiten. 

Programmvorschau

14:00 Uhr | Begrüßung & Einleitung

Nancy Müller ist Fachreferentin für Digitalisierung in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR). Als Projektträgerin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist die FNR seit 1993 neben der Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu nachwachsenden Rohstoffen auch seit 2022 mit der Organisation und Moderation des Runden Tisches "Digitalisierung Forst und Holz" beauftragt. Mehr Informationen unter: https://digitalisierung.fnr.de/

14:15 Uhr | Catrin Stadelmann und Stefan Reder - Forschungsprojekt WINMOL: Darstellung der Projektergebnisse und Produkte zu Sturmschäden

Catrin Stadelmann arbeitet seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Thünen-Institut für Waldökosysteme und Stefan Reder arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Gemeinsam arbeiten sie als Projektmitarbeitende am Projekt WINMOL.

Das Projekt WINMOL leistet einen Beitrag zur Verbesserung des Waldrisiko- und des Krisenmanagements gegenüber Sturmschäden. Mit dem „WINMOL Analyzer“ wurde ein QGIS-Plugin implementiert, welches das angefallene Schadholz auf Basis von Drohnenaufnahmen quantifiziert. Außerdem ermöglicht die entwickelte interaktive Webapplikation eine waldwachstumsabhängige Sensitivitätsanalyse gegenüber Sturmschäden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektwebseite

14:45 Uhr | Birgit Oylum und Thomas Bauer - Bewältigung von Kalamitäten mit dem ForestManager

Birgit Oylum ist Gründerin und Product Owner des ForestManager seit 2019. Der ForestManager revolutioniert die Forstwirtschaft durch präzise Drohnentechnologie und GPS-Daten, um Borkenkäferbefall und Sturmschäden schnell zu erkennen und zu managen. Er ermöglicht eine detaillierte Vermessung von Bäumen und Gebieten, unterstützt die Datenverwaltung und verbessert die Teamarbeit durch Echtzeit-Datenübertragung. Diese Funktionen steigern die Produktivität und erleichtern strategische Entscheidungen, indem sie eine effiziente Überwachung und Bewältigung forstwirtschaftlicher Herausforderungen bieten.

Thomas Bauer ist Projektleiter eines Ruhewaldunternehmens. Er nutzt den Forestmanager zur Verwaltung des Waldes, einschließlich der genauen Positionierung der Bäume mit wenig technischem Aufwand. Die webbasierte App des Forestmanagers erleichtert zudem die Verwaltung der Daten im Büro. Zudem stellte sich bei der Umsetzung heraus, dass der Forestmanger bestens geeignet ist, um auf Waldschäden (hier Eschentriebsterben) reagieren und entsprechend erfassen zu können.

15:15 Uhr | Dr. Ina Ehrhardt und Hannes Vogel - DiMoTrap: Überwachung von Schadinsekten mittels automatisierter Pheromonfallen 

Dr. Ina Ehrhardt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin Logistik- und Fabriksysteme am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF. Hannes Vogel ist seit 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der NW-FVA, Abteilung Waldschutz und hat das Projekt „DiMoTrap“ Anfang 2024 übernommen. Zusammen arbeiten sie am Projekt DiMoTrap mit dem Ziel der Modernisierung etablierter Pheromonfallen durch innovative und anwenderfreundliche technische Lösungen. Ein digital steuerbares Pheromonfallensystem soll die bisher manuell durchgeführte Monitoringpraxis vereinfachen und den entstehenden Aufwand reduzieren. Das automatisierte System soll während der Flugzeiten der Zielorganismen die Funktionen des Anlockens, Fangens und Zählens autark ausführen. Langfristig wird so zum Erhalt produktiver Wälder sowie zur Sicherung der Holzbereitstellung beigetragen.

Weitere Informationen zu DiMotrap finden Sie auf der Projektwebseite.

 

15:45 Uhr bis 16:15 Uhr | Diskussionsrunde